Ihr Einstieg als: Pflegefachfrau und Pflegefachmann

Pflegefachfrauen und eines Pflegefachmänner betreuen Patienten aller Altersgruppen entsprechend ihrer Fähigkeiten und fördern die Selbständigkeit von Pflegebedürftigen.

Fragen zur Bewerbung beantwortet:

Elisabeth Röhrle

0711 278-35805 E-Mail schreiben
Fragen zur Ausbildung beantwortet:

Lucio Cecconi
Schulleitung

0711 278-35850 E-Mail schreiben

Am 01. Januar 2020 tritt das reformierte Pflegeberufegesetz in Kraft. Die bisher separaten Ausbildungen in Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Altenpflege werden vereinheitlicht und zu einer gemeinsamen generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt.

 Auszubildende im Pflegeberuf müssen sich künftig also nicht mehr zu Beginn ihrer Ausbildung entscheiden, welchen Weg sie einschlagen. Sie werden in sämtlichen Feldern der Pflege ausgebildet und können nach dem Examen in all diesen Versorgungsbereichen arbeiten. Dennoch ist es möglich, einen Schwerpunkt in Kinderkrankenpflege oder Altenpflege zu wählen. Das Klinikum Stuttgart bietet neben der generalistischen Ausbildung eine Vertiefung in Kinderkrankenpflege an.

Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner waschen nur Patienten und bringen ihnen das Essen? Denken viele, ist aber falsch! Denn sie machen viel mehr.

Sie ermitteln, wie viel und was für Pflege jemand benötigt. Dafür ist der Austausch mit dem Patienten sehr wichtig. Unsere Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner arbeiten dabei im Team mit Ärzten und anderen Berufsgruppen zusammen. Wenn klar ist, in wie weit ein Patient in seiner Selbstständigkeit eingeschränkt ist, sind sie dafür verantwortlich, die richtige Pflege individuell zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Außerdem beraten sie Patienten und deren Angehörigen und fördern so die Gesundung des Patienten.

In Absprache mit Ärzten führen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner eigenständig ärztlich angeordnete medizinische Maßnahmen durch und dokumentieren den Verlauf von Pflege und Behandlung. Sie verabreichen Medikamente, nehmen Blutproben, messen Puls und Blutdruck oder überwachen die Infusionstherapie. Auch bei speziellen Behandlungen unterstützten sie die zuständigen Ärzte oder bereiten Patienten für operative Eingriffe vor.

Die Ausbildung beginnt mit einer Einführungsveranstaltung. Hier können sich die "Neuen" kennenlernen und erfahren viel Wissenswertes über den Ablauf ihrer Ausbildung.

Danach beginnt die erste Theoriephase mit Unterricht, der sich an so genannten Lernbereichen orientiert. Fächer werden nicht mehr getrennt unterrichtet. Der Unterricht greift vielmehr exemplarisch typische Situationen aus der Pflegepraxis auf und behandelt übergreifend alles, was in dieser Situation von Bedeutung ist. Die Inhalte der relevanten Fächer, wie beispielsweise Anatomie, werden in die Lerneinheiten integriert und somit an konkreten Praxisbeispielen erlernt. Kurzum: Im ersten Theorieblock bereiten sich die neuen Auszubildenden auf ihre ersten Schritte im Krankenhaus vor.

Auf ins Krankenhaus!

In der Folge wechseln sich praktische Einsätze und Theorieblöcke ab. Die Praxiseinsätze absolvieren unsere Auszubildenden überwiegend auf den verschiedenen Stationen im Klinikum Stuttgart. Hier haben sie die Chance, die große Vielfalt der über 50 Fachabteilungen und Institute hautnah zu erleben. Dieses große Spektrum an Fachrichtungen in der Ausbildung kennenlernen zu können, ist einmalig in der gesamten Region Stuttgart.

Die Auszubildenden haben zudem Einsätze in Pflegeheimen, in der ambulanten Pflege und den klinischen Ambulanzen. So lernen sie auch die Altenpflege und den ambulanten Sektor kennen. Dabei steht ihnen immer eine erfahrene Praxisanleiterin zur Seite. Außerdem hat jede Auszubildende eine Pflegepädagogin als Tutorin, an die sie sich zu jeder Zeit mit Fragen und Problemen wenden kann.

Damit alle unsere Auszubildenden die Ausbildung erfolgreich absolvieren und abschließen, unterstützen wir sie nach Kräften. Zum Beispiel bieten wir für Auszubildende, die nicht Deutsch-Muttersprachler sind, vorbereitend und während der ersten Ausbildungszeit Deutschkurse an. Dort können sie ihre Sprachkenntnisse anhand pflegefachlicher und medizinischer Themen und Begriffen vertiefen. Intensive und individuelle Lernbegleitung in Schule und Praxis zur Vorbereitung auf Prüfungen sowie die Begleitung unserer internationalen Auszubildenden durch unsere Integrationsbeauftragte sind nur einige Beispiele aus unseren zahleichen Angeboten.

Am Ende der dreijährigen Ausbildung steht schließlich eine staatliche Prüfung mit einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil.

Zahlen – Daten – Fakten

  • 2500 Stundenpraktische Einsätze
  • 2100 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht
  • Jährlich 30-31 Urlaubstage.

während der Ausbildung zur Pflegefachkraft bei uns im Klinikum Stuttgart.

Seit 2010 ermöglicht eine Kooperation von Klinikum Stuttgart und Dualer Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erstmals in der Region ein ausbildungsintegriertes Studium der Angewandten Gesundheits- und Pflegewissenschaften. In vier Jahren durchlaufen die Studierenden eine Berufsausbildung und ein praxisorientiertes Studium.

» weitere Informationen

Wie läuft Pflege in Belgien? Was machen die schottischen Pflegekräfte anders bei der Hygiene? Finden Sie es raus – mit unserem internationalen Ausbildungsprogramm Erasmus+!

Internationale Erfahrungen sind heute von unschätzbarem Wert und machen sich immer gut im Lebenslauf. Unsere Auszubildenden sollen nicht nur über ihren Tellerrand schauen – sondern gerne auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das EU-Projekt Erasmus+ macht’s möglich: Mit vierwöchigen Auslandspraktika in Schottland, Frankreich, Belgien, Österreich oder Tschechien.

Die Plätze im Austauschprogramm werden nach festgelegten Kriterien vergeben – die übrigens gemeinsam mit Auszubildenden entwickelt wurden. Also: Nutzen Sie die Chance als Auszubildende im Klinikum Stuttgart und lernen Sie auch die Pflege in unseren Partnerländern kennen!

Die Auszubildenden im Klinikum Stuttgart bekommen eine Ausbildungsvergütung. Und die kann sich sehen lassen! Im ersten Ausbildungsjahr verdienen Sie jeden Monat 1.140,69 € im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.202,07 € und im dritten Jahr verdienen die Auszubildenden schon 1.303,38 € zuzüglich Schichtzulagen.

Dazu bieten wir Zusatzleistungen wie preisgünstige Zimmer in einem unserer Wohnheime, einen Fahrtkostenzuschuss sowie das günstige Mittagessen im Casino. Und nach erfolgreichem Examen erhalten Sie eine Prämie von 400 €.

Was die Ausbildungsvergütung anbelangt, hat die Pflege damit klar die Nase vorn – Banker, Versicherungskaufleute oder die Metaller bei Daimler, Porsche und Bosch können da nur beeindruckt auf die Auszubildende in den Pflegeberufen blicken.

Wer sich als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann bewerben will, braucht

  • Abitur

oder

  • einen Mittleren Bildungsabschluss (bzw. einen gleichwertigen Schulabschluss)

oder

  • einen Hauptschulabschluss (bzw. einen gleichwertigen Schulabschluss) und zudem eine abgeschlossene Berufsausbildung, die mindestens zwei Jahre gedauert hat.

Außerdem sollten Sie

  • über kommunikative und soziale Kompetenzen verfügen
  • gesundheitlich für den Beruf geeignet sein
  • und am Besten ein 4-wöchiges Praktikum in der Pflege absolviert haben

Eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann im Klinikum Stuttgart ermöglicht Ihnen beruflich viele Chancen.

Fort- und Weiterbildung wird bei uns groß geschrieben. Zudem stehen Ihnen vielfältige Karrierewege offen: Stationsleitung, Pflegedienstleitung, Case-Manager/in, Pflegefachberater/in, IT-Koordinator/in in der Pflege und, und, und … 

Auch einer akademischen Karriere steht nichts Weg. Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder Pflegfachmann ermöglicht den Zugang zu Studiengängen wie Pflegepädagogik, Pflegewissenschaften oder Pflegemanagement.

Weitere Informationen:

» Weiterbildung
» Personalentwicklung

Zentrale Examensfeier 2018

115 Schülerinnen und Schüler mit erfolgreichem Examen

Sprachförderung im BZ

Deutschkurs für Schüler und Bewerber mit ausländischer Herkunft

Schülerstation

Auch in diesem Jahr gab es eine Schülerstation im Katharinenhospital

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